Call for Papers

für die fünfte Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
mit dem Thema Herausforderung Internationalisierung
Die Hochschulen auf dem Weg zum europäischen Hochschulraum - Stand und Perspektiven

Am 29. und 30. April 2010 wird die fünfte Jahrestagung der GfHf in Hannover stattfinden, ausgerichtet wird sie diesmal von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH.

Es sind Vorträge in zwei parallelen Tracks geplant, dafür startet die GfHf einen Call for Papers. Wir bitten um Einreichung von Abstracts für Vorträge bis 8. Februar 2010.

Die tiefgreifenden Veränderungen, die die Hochschulsysteme in Deutschland, Europa und darüber hinaus in der letzten Dekade erfahren haben, sind geprägt durch Initiativen und Entwicklungen, die internationalen Charakter haben. Als politische Initiative auf internationaler Ebene sind der Bologna-Prozess sowie die Lissabon-Agenda der Europäischen Union zu nennen. Beide entfalten ihre Wirkung nicht nur durch direkte Steuerung, sondern auch indirekt, indem neue Standards gesetzt werden oder bestimmte bildungspolitische Themen auf die Agenda gehoben werden. Hinzu kommen Entwicklungen, die außerhalb der Bildungspolitik liegen und die durch die Veränderung der Rahmenbedingungen die Bildungssysteme weltweit beeinflussen: der demographische Wandel, der internationale Wettbewerb um Lehrende wie Studierende, Drittmittel und Kooperationen sowie die Globalisierung von Waren-, Personen- und Informationsströmen.

Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung 2010 sollen diese Veränderungsprozesse in den nationalen Hochschulsystemen in ihrer ganzen Breite und Vielschichtigkeit analysiert werden. Wir bitten deshalb um Beiträge, die (1) sich mit den politischen Initiativen theoretisch auseinandersetzen, die die internationale Reformdynamik ausgelöst haben und weiter vorantreiben, (2) die politischen Maßnahmen auf nationaler oder regionaler Ebene in Reaktion auf diese Initiativen beleuchten, (3) die Reaktionen auf institutioneller Ebene ins Blickfeld nehmen und (4) die sozialen Konsequenzen der genannten Veränderungen empirisch untersuchen. Internationalisierung kann dabei im Hinblick auf einzelne Länder, Regionen oder Institutionen untersucht werden. Besonders willkommen sind auch Analysen, die vergleichend vorgehen. Darüber hinaus wünschen wir uns Beiträge, die Fragen der Analysemethodik und der Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit internationaler Daten behandeln.

Internationalisierung ist ein multidimensionales Phänomen. Die Veranstaltung will diesen Facettenreichtum abbilden und lässt eine Vielzahl von Unterthemen zu. Die Beiträge stellen dabei stets einen klaren Bezug zu Internationalisierung her. Geeignete Papiere befassen sich unter anderem mit folgenden Aspekten:

  • Einführung, Umsetzung und den Konsequenzen der wichtigsten Aspekte des Bologna-Prozesses (dreizyklische Studienstruktur, ECTS, EQF, diploma supplement);

  • Vor- und Nachteile der Internationalisierung für bestimmte soziale Gruppen, Länder und Regionen;

  • Internationalisierung von Lehre (internationale Studiengänge, Fernstudium) und Forschung;

  • der internationalen Mobilität von Studierenden und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern;

  • Berechtigung, Umsetzungsmöglichkeit und Wirkung international gesetzter Zielvorgaben;

  • Konvergenz der Hochschulsysteme auf europäischer und Diversifizierung auf nationaler Ebene;

  • Governance und Steuerung auf internationaler, nationaler und institutioneller Ebene;

  • Methoden und Schwierigkeiten des internationalen Vergleichs;

  • internationale Datenquellen hinsichtlich Qualität, Verfügbarkeit und Auswertungsmöglichkeiten.

Ebenso sollen auf der Jahrestagung auch die hochschuldidaktischen Probleme dieser Thematik, d.h. ihre Umsetzung in hochschulische Bildungsprozesse beleuchtet werden.

Dazu wünschen wir uns Beiträge, die sich dem Thema aus einer empirischen und theoretischen Perspektive nähern und auch curriculare, didaktische und hochschulpolitische Aspekte berücksichtigen, die in einem hochschuldidaktischen Forum thematisiert werden.

Wenn Sie mit einem Vortrag an der Tagung teilnehmen möchten, reichen Sie bitte bis 8. Februar 2010 ein Abstract (max. 350 Worte) ein. (Bitte senden Sie Ihr Abstract an folgende Adresse: ).

Die Rückmeldung über die Annahme oder Ablehnung der Beiträge erfolgt bis zum 28. Februar 2010.

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